How “Made in Germany” Became a Seal of Quality

How “Made in Germany” Became a Seal of Quality


Made in Germany belegt den ersten Platz des Made-In-Country-Index (MICI), dicht gefolgt von der Schweiz, der EU und Großbritannien. Schweizer Marken sind bekannt für ihre Authentizität und ihren Status, deutsche Marken werden als sicher, verlässlich und robust wahrgenommen. “Deutsche Qualität” ist in den letzten Jahrzehnten weltweit bekannt geworden. Von Peru, über Saudi-Arabien und Südkorea, Made in Germany ist das weltweit führende Gütesiegel. Tatsächlich war es einmal dazu gedacht die deutsche Industrie zu bestrafen und um andere Länder vor deutscher Ware zu schützen. Aber alles der Reihe nach… Mit der Erfindung der Dampfmaschine begann die industrielle Revolution in Großbritannien. Großer wirtschaftlicher Aufschwung war die Folge. Der Rest Europas kam kaum hinterher, und einige Länder verloren komplett den Anschluss. Britische Firmen waren konkurrenzlos in Sachen Qualität und Effizienz. Die deutsche Wirtschaft lag besonders weit zurück. Um überhaupt wettbewerbsfähig zu bleiben, nutzte Deutschland eine Strategie die man heute eher von Japan, Korea und China kennt – Nachahmung. Deutsche Kaufleute waren weithin für ihre Wirtschaftsspionage bekannt. Alfred Krupp reiste zum Beispiel mehrfach aus Essen nach Großbritannien, um sich “inspirieren” zu lassen Er baute sich ein wertvolles Netzwerk aus Geschäftsbeziehungen auf, denn er interessierte sich sehr für die Stahlindustrie. Er wollte herausfinden wie die Briten Stahl produzierten, um das gleiche dann in Deutschland umzusetzen. Das hat wunderbar funktioniert und er wurde unglaublich erfolgreich. Deutsche Firmen kopierten schamlos alles, was im Rest Europas beliebt war. Sie fälschten sogar britische, französische und italienische Markenprodukte und versuchten die Imitate im Ausland zu verscherbeln. Europas eigenes “same same, but different”. Lohnkosten waren unfassbar niedrig, und 9-5 war noch niemandem ein Begriff. Aufgrund von Dumpingpreisen und vermehrtem internationalem Handel verbreitete sich deutsche Mangelware rasend in Europa. Es dauerte nicht lang, bis man sich über die Billigware und die schmutzigen Geschäftspraktiken beschwerte. Auf der 1876er Philadelphia World Fair beschrieb der deutsche Ingenieur Franz Reuleaux deutsche Produkte und Maschinen als “billig und ekelhaft”. Im Jahr 1887 führten viele europäische Länder neue Gesetze ein. Das Herkunftsland musste ab jetzt immer auf importierten Waren kenntlich gemacht werden. Das “Made in Germany” Siegel wurde eingeführt um den Rest Europas vor der Müllware zu Spottpreisen zu schützen. Besonders die Briten wollten ihre eigenen Produkte von denen der Deutschen abgrenzen, um Kaufentscheidungen für die Konsumenten zu erleichtern. Natürlich waren sich deutsche Firmen über ihr schlechtes Image im Klaren. Nachdem sie gezwungen wurden, ihre Mangelware und Fälschungen zu kennzeichnen, entschied man sich, den Kurs drastisch zu wechseln. Deutschland hatte zu diesem Zeitpunkt einige entscheidende Vorteile gegenüber seinen Nachbarn. Es gab quasi unbegrenzt billige Arbeitskräfte, und die Produktionsmethoden waren durch die Nachahmungs-Strategie mittlerweile effizienter. Als das eigene Image in den Keller ging, entschied man sich die Qualität der Produkte zu erhöhen, während man die Lohnkosten niedrig hielt. Und es funktionierte! In Europa und insbesondere in Großbritannien merkte man schnell, dass die deutschen Produkte aufgeholt hatten, während die Preise unverändert niedrig blieben. Weil alle importierten Waren nun gekennzeichnet waren, wurde vielen Menschen bewusst wie viele deutsche Produkte sie bereits im Alltag nutzten. Deutschland produzierte und verkaufte alles Mögliche zu Sparpreisen. Ob Werkzeug, Stifte, Möbel, Stahl oder Instrumente, deutsche Exportwaren wurden immer beliebter. Das Land wäre zu Anfang des 20. Jahrhunderts ohne Probleme als größte Exportnation an Großbritannien vorbeigezogen, wären da nicht die 2 Weltkriege gewesen. Naja, selber Schuld. Während der Kriege achtete man auf das “Made in Germany” Siegel, um zu vermeiden vom Feind zu kaufen. Wie jeder weiß lag das Land nach dem 2. Weltkrieg in Schutt und Asche. “Made in Germany” wurde zu einem Verlierer-Stempel. Tatsächlich befeuerte all das aber nur den Durchbruch des Siegels. Nach dem Krieg begann Westdeutschland mit dem Neuaufbau, was die Wirtschaft ordentlich ankurbelte. Die Folge war das Wirtschaftswunder. Deutschlands Infrastruktur und Geschäftszentren waren fast komplett zerstört. Es gab aber eine große, fähige Arbeiterschaft und fortschrittliche Technik. Mit der Einführung der deutschen Mark kriegte man außerdem die Inflation in den Griff. Entwicklungshilfen wie der amerikanische “Marshall Plan” förderten den internationalen Handel. Das Beschäftigungsniveau schoß durch die Decke. Das sind natürlich nur einige der Faktoren, die “Made in Germany” zu einem Comeback verhalfen. Firmen, die durch ihre Verwicklungen in den 2. Weltkrieg einen schlechten Ruf hatten, erholten sich langsam. Der Käfer eroberte die Welt und wurde zu einem Symbol deutscher Handwerkskunst. Deutschland stieg zu einer der größten Exportnationen der Welt auf und das Image des Landes wurde erneuert. Die “Made in Germany” Kennzeichnung sollte als Strafe dienen. Ein Jahrhundert später ist es zu einem Gütesiegel geworden. Das zeigt schlussendlich auch, wie schnell sich eine Wirtschaft entwickeln kann. Wir warten eigentlich nur noch ab, dass Made in China neue Maßstäbe setzt. Hey, wir hoffen, dass dir das Video gefallen hat – das erste auf diesem Kanal! Wir werden hier noch viel mehr Inhalte produzieren, jedes Video wird ein neues Thema aus den Bereichen Wissenschaft, Kultur oder Politik behandeln. Wir wollen das Komplexe einfach verständlich machen, sogar richtig einfach. Wir sind übrigens selber Deutsch, falls dass noch nicht klar war. Bitte entschuldige mögliche Fehler in unserer Aussprache oder Grammatik, Englisch ist nicht unsere Muttersprache. Abonnier den Kanal gern, nächste Woche kommt ein neues Video.

100 thoughts on “How “Made in Germany” Became a Seal of Quality

  1. Das Intro ist ja richtig geil, wenn auch sehr kurz, aber echt mega!
    Ihr macht wirklich wirklich gute Videos, hoffentlich werdet ihr richtig groß, würde es euch wünschen. 🙂
    Viel Erfolg!

  2. Macht daraus doch einfach einen Kanal mit allem über Deutschland, was International interessant sein könnte. Oder Sachen, die mit Deutschland zusammenhämgen

  3. If you want, I could speak the text for you. I would try to avoid the funny german accent and I could correct the translation as well. My voice doesn't sound like yours of course, and a little bit younger too. If you are interested, contact me at [email protected] . It's just an offer, so if you refuse it, it wouldn't be a shame at all. Have a nice day, look left and right when you cross the road and have a nice party.

  4. Aand i just realised how bad my english actually is. So being able to watch your videos and understanding everything flawless, thats definitely a reason to improve it. Boys, please stick to that german quality.

  5. I followed your german channel for long time now and I love it and I am excited for the English version to improve my English skills! Thanks so much for these awesome videos! CHEERS 😉

  6. It doesn't matter whether chinese goods are good or not, they are the only one you can buy today. Just look closer to anythink you bought lately.

  7. When I was a boy, in California say around 1965, in a hardware store my father showed me a screwdriver, and said, "See what it says? Made in Japan. That means it's junk."

    Times have changed, haven't they!

  8. I'd rather say that other countries make worse quality than Germany. That doesn't mean Germany has high quality. This is only true just in comparison with other countries in which the quality is even lower.

    I, as a Quality Manager and Inspector in the industry myself, have a lot of experience with German and other companies as well. I have to say also German companies make poor quality products.

  9. Everything in Germany goes down the hill nowadays and thus the same happens with the quality. Unfortunately the mentality of the Germans changed a lot. Germans got a lot more American. Profit is more important now than endurance. Also because of the demographic exchange of the Germans many workers in Germany don't have the cultural basis that lead to this spirit. Back in the days companies like Krupp and Wanderer made this marking a sign of quality. Many modern German companies can't keep up with this expectation nowadays though. Even in Germany this is recognized as a fact. Best example is the manufacturer Simson. People would rather buy their bikes even nowadays instead of new ones, despite these have much more power. Every year young guys will buy Simsons when they're in age which are several times as old. Because they are so good.

  10. I was like: dude this guy sounds like simplicissmus2 and the layout of the work showcased is the same, it's probably the same guy. IT INDEED IS!

  11. Am not German, but German made is number ¹ along with South Korea, Japan, USA, Brits, India & China leads above all those listed today. [Maybe i missed something?]

  12. Cool video, but It only explained that in the beggining "made in germany" was regarded as negative and why. It didnt really explained how german products became good and well perceived.

  13. The picture at 4:23 is of the city where I live. If you want to see how it looks today search for rheydt marktplatz. Very surprised to see that here ^^

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